Berichte Von Thessaloniki über Meteora bis Athen

Von Thessaloniki über Meteora bis Athen

Es ging dann von Thessaloniki über Meteora bis Athen. Zwischendurch bin ich aber auch noch kurz am Strand hängen geblieben. Die Strecken gibt es wie immer dann in einem separaten Post. Und die ganzen Leckereien findet man unter Kulinarisches.

Aus Thessaloniki raus war erst mal nicht so spannend. Es gab echt viele LKWs und so richtig Spaß hat es nicht gemacht. Irgendwie hat mich das von den Temperaturen, den Straßen und allem drum herum an Südostasien erinnert. Selbst die Gerüche hatten Ähnlichkeit.

Die Strecke danach war dann auch nicht so spannend. Es war alles eher flach, es gab Felder und teils verlassene Fabriken.

Und lange gerade Straßen gibt es hier auch zu Genüge.

Was ich immer wieder gesehen habe, Baumwollfelder.

Zum Glück tat sich dann das Meer auf. Es war ein Lichtblick.

Und mit dem folgenden Blick kam dann auch das Griechenlandfieber wieder auf.

Ganz präsent immer wieder der Olymp. Ich war allerdings so faul und habe lieber am Strand rumgelegen, als ihn zu besteigen.

Paralia ist ein sehr touristischer Ort und stark auf Gäste aus Bulgarien und Rumänien eingestellt. Es gibt auf jeden Meter Pelzläden und es wird rumänisch und bulgarisch gesprochen. Zum Glück war die Saison zu Ende und der Ort war recht ruhig. Das hat es dann auch an einem sehr touristischen Ort erträglich gemacht.

Eigentlich hatte ich vor drei Nächte zu bleiben. Aber bei 15 € die Nacht und einer aufkommenden Faulheit bin ich dann einfach noch zwei Nächte länger geblieben, bis ich mich endlich wieder aufraffen konnte.

Roman am Strand von Paralia
Roman am Strand von Paralia

Es ging dann ein Stück in Richtung Olymp.

… vorbei an Kiwi-Plantagen.

… nach Dion. Dort gibt es eine archäologische Stätte mit Ruinen von Tempeln, die Zeus, Demeter und Isis (ein Favorit von Alexander des Großen) geweiht gewesen sind. Außerdem ist hier die alte Stadt Dion mit den Bädern und einer römischen Straße zu besichtigen.

Das nächste Bild zeigt eine der Kultstätten, die Zeus geweiht war und natürlich den Olymp im Hintergrund.

Die großen Bäder waren noch ein Teil, der am besten erhalten war.

Vor allem die schönen Mosaike haben mich beeindruckt.

Einen großen Teil des Gebiets hatte sich die Natur zurück erobert.

Etwas außergewöhnlich war, dass die Makedonen auch Iris (die ägyptische Göttin) verehrt haben. Sie war wohl eine Favoritin von Alexander dem Großen und die Göttin der Wiedergeburt.

Auf der Straße wäre ich nicht besonders schnell vorangekommen. Die Zwischenräume waren schon echt recht groß. Da fragt man sich, ob das zu Zeiten der Erbauung besser war oder ob die Ochsenkarren durch diese Rillen mussten.

Der Weg führte dann wieder an den Strand von Pori. Hier bin ich hart geblieben und habe nur zwei Nächte verbracht.

Von Pori ging es dann weiter nach Larissa, was ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Meteora war.

Da ich das Navi auf Gehen eingestellt habe, hatte es mich zunächst über Feldwege gescheucht. Das war aber für die Aussicht keine so schlechte Sache.

Eigentlich wollte mich das Navi auch nach Umstellung auf Fahrrad über die Berge scheuchen. Ich bin hartnäckig der Bundesstraße gefolgt. Da die Brücke gesperrt war, ist zunächst auch niemand auf der Straße gefahren. Man hatte mir versichert, dass ich mit dem Rad drüber komme. An der Brücke gab es aber zwei ca. 1 Meter breite Spalte, über die ich dann rüber musste. Die Bauarbeiter haben mir dann ein paar schmale Bretter hingelegt. Mit dem vollgepackten Fahrrad war das aber trotzdem eine spannende Sache, zumal es echt tief runter ging.

Larisa (oder Larissa) selbst hat ein paar altertümliche Ruinen. Die Innenstadt ist abends sehr belebt. Aber zum lange verweilen ist es nichts. Am Abend hatte ich dann ein kleines verwaistes Kätzchen gesehen. Ich habe echt überlegt, sie mitzunehmen. Aber sie hat dann eine Ziehmutter gefunden. Auf der einen Seite schön, da ich ja nicht auf sowas vorbereitet bin, auf der anderen Seite auch ein wenig traurig. So ein Begleiter hat schon was. Und bei anderen Fahrradreisenden sehe ich das immer wieder.

Von Larissa ging es dann weiter nach Meteora. Da mich das Navi wieder über die Berge scheuchen wollte, bin ich zunächst Bundesstraße gefahren. Das wurde dann mit zunehmendem Verkehr aber anstrengend. Zum Glück haben sich dann parallel verlaufende Maintenance Roads aufgetan.

In Meteora angekommen bin ich gleich mal auf den Berg gestiegen und war hin und weg.

Als ich bei Meteora war, fegte Ianos durch das Land ein sogenannter Medicane. Das ist quasi ein Mittelmeer-Hurrikan. Im Norden hatten wir lediglich Regen, weiter südlich gab es aber ordentliche Schäden.

Eigentlich wollte ich mit dem Zug nach Athen. Warum nicht mit dem Fahrrad? Weil ich Anfang Oktober auf Kreta Freunde treffe und vorher noch die eine oder andere Insel sehen will. Mitte Oktober könnte es dazu auf manchen Inseln schon zu spät sein. Da es Schäden auf der Strecke gab, fuhr allerdings kein Zug. Zum Glück hat mich der Bus dann mit dem Rad im Gepäckfach mitgenommen. Dazu musste es aber auseinandergenommen werden.

Circa eine Stunde vor Abfahrt habe ich dann Tamara kennengelernt. Sie ist auch mit dem Rad unterwegs. Ich habe echt überlegt, den Bus sausen zu lassen. Immerhin hatte ich seit Ewigkeiten keine Gleichgesinnte mehr getroffen, um genau zu sein, seit Budapest nicht mehr. Ob meine Entscheidung falsch war, werde ich nie rausfinden. Aber wir stehen noch in Kontakt. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja noch mal.

Die Fahrt dauerte dann doch statt ca. 5 Stunden mehr als 6 Stunden. Aber auch bei Nacht gibt es in Athen Dinge zu entdecken.

Hier in Athen habe ich dann einen weiteren Freund, Christopheros, getroffen. Es ist echt toll, Freunde nach Jahren wiederzutreffen.

Von Athen geht es nun mit der Fähre weiter. Ich beginne mein Inselhopping. Das Ziel ist es, Anfang Oktober auf Kreta zu landen, um dort Freunde aus Deutschland zu treffen. Hoffen wir, dass alles gut geht und alle einreisen dürfen.

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