BerichteImpressionen aus Nord-Griechenland

Impressionen aus Nord-Griechenland

Hier jetzt die Impressionen aus Nord-Griechenland. Die ersten Etappen auf dem Festland. Am 4.9.2020 bin ich von Bulgarien nach Griechenland eingereist. Hier nun die Bildgeschichte zu den ersten Etappen. Die Etappen, die ich fahre, sieht man dann auf einer anderen Seite im Blog. Und wer noch wissen will, was es so Leckeres zu essen gibt, für den gibt es auch Infos.

Ich hatte mir echt so viele Sorgen um die Einreise nach Griechenland gemacht. Selbst mit dem Corona-Test in der Hand war ich noch angespannt und nervös. Mit dem Fahrrad bin ich dann an den Autokolonne vorbei gefahren. Ein Vorteil, wenn man mit dem Rad unterwegs ist. Und echte Vorgehensweisen mit dem Rad gibt es da am Grenzübergang von Kulata (Bulgarien) nach Promachonas (Griechenland) sowieso nicht. Es scheint nicht viele Radfahrer zu geben, die hier einreisen. Zumal die Einreise direkt auf eine Autobahn führt.

An den Autos vorbei gefahren bin ich dann am Grenzübergang direkt vor ein Auto an dem Checkpoint reingedrängelt. Da habe ich dann ganz nervös den Corona-Test gezeigt. Der Beamte wollte dann aber den QR-Code sehen. Zuerst wusste ich nicht, was er meint. Dann habe ich völlig nervös das PLF Formular (für die Corona-Bedingte Registrierung) im Handy gesucht. Am Ende war alles ganz Easy und ich mal wieder viel zu aufgeregt.

Die Autobahn entlang ging es dann auch sehr entspannt. Es wurde immer nur alle paar Sekunden ein Auto durchgelassen. Dadurch war die Autobahn echt leer und der breite Seitenstreifen hat mir die nötige Sicherheit gegeben.

Mit der ersten Ausfahrt habe ich dann auch direkt die wunderbare Natur Nordgriechenlands genossen. Es war wirklich ein Hochgenuss, der noch durch das lang erwartete Zwischenziel in Griechenland anzukommen, befeuert wurde.

Eigentlich sollte es hier immer weiter neben der Autobahn lang gehen. Ich bin aber einem Schäfer auf einem Pferd begegnet, der mir irgendwas sagen wollte. Ich bin davon ausgegangen, dass er meinte, dass ich da nicht weiter kann. Zumal wurde die Straße auch zu einem Feldweg. Vielleicht war der Weg überschwemmt, vielleicht meinte er aber etwas ganz anderes. Ich werde es nie herausfinden. Nur seine Hundemeute, die wild bellend neben mir her ist, fand ich nicht so doll. Zumal ich ja direkt neben ihm stand. Auf dem Rückweg zur Autobahnauffahrt sind sie mir noch ein ganzes Stück gefolgt. Er hat auch ein, zwei mal hinter ihnen her gerufen. Das aber nur halbherzig. Ich muss wohl einfach mehr Vertrauen haben. Bisher ist ja auch nie was passiert.

Nachdem ich von den Bergen runter bin, ging es eine Weile in der Ebene weiter. Leider war die Infrastruktur nicht besonders gut und ich musste lange nach einem Geldautomaten suchen. Mit dem Auto sind 20 km ärgerlich, mit dem Rad halt 1 – 2 Stunden Umweg. Nach der Ebene fing dann der Anstieg an. Ich hatte mir nie träumen lassen, dass ich mal so fertig sein würde. Da waren Steigungen dabei, die ich mit den 50 kg unterm Hintern einfach nicht bewältigt habe. Da musste ich dann schieben. Aber auch Schieben ist nach ca. 2 Stunden dann nicht mehr so lustig, vor allem, wenn das Wasser ausgeht.

Die fehlende Infrastruktur hatte ich ja bereits erwähnt. Super- oder Mini-Märkte gab es keine. Wasserstellen habe ich auch keine gefunden. Zum Glück haben mich die Dorfbewohner mit Wasser versorgt. So wie ich es getrunken hatte, habe ich es aber auch wieder ausgeschwitzt. Hitze und Steigung haben mir echt zu schaffen gemacht. Aber die Aussicht war fantastisch.

In Xylopoli gab es dann einen Supermarkt. Und der Besitzer war dann so nett, dass er mir Gemüse aus seinem Garten geholt hat und mir dann auch noch die Sachen, die ich fürs Abendessen gekauft habe, für viel zu wenig Geld verkauft hat.

Irgendwann war ich dann so fertig, dass ich einfach nicht mehr weiter konnte und habe mir einen Platzt zum Zelten gesucht. Da ich ja erst nach 12 Uhr losgefahren bin und immerhin mehr als 90 km gefahren bin und geschoben habe, war es auch schon nach 20 Uhr und die Sonne ging unter. Also habe ich schnell noch das Zelt aufgebaut, die Dose Gigantes Plaki verputzt und bin ins … Bett … gefallen. Was für Impressionen aus Nord-Griechenland.

Der nächste Morgen hat mich dann mit unglaublich tollen Farben begrüßt. Ich war aber noch nicht bereit zum Aufstehen. Also Schlafsack über den Kopf und weiter pennen.

Der finale Versuch aufzustehen war dann aber auch nicht so schlecht. Es war einfach ein top Platz zum Schlafen. Nur hatte ich in der abendlichen Eile das Zelt ein wenig schief aufgestellt. Aber die Taschen haben mich vom Wegrutschen aufgehalten.

Nach dem langen ersten Tag in Griechenland mit viel Mühe und Geduld ging es zunächst noch mal ein paar Meter hoch, bis es dann wirklich lange (fast genau die 650 Meter Höhe vom Vortag) wieder runter ging. 650 Höhenmeter hört sich nicht viel an, aber mir bergauf bergab summiert sich das schnell auf über 1000 Meter Höhe.

Eines stand allerdings noch offen, der letzte Berghang vor Thessaloniki. Über die Autobahn wäre das echt kein Problem gewesen. Allerdings bin ich nicht über die Autobahn gefahren. Ich bin eigentlich am Anfang überhaupt nicht gefahren. Ich musste irgendwann sogar das Rad hinlegen, damit es nicht bergab rutscht, und es ist im Liegen trotzdem gerutscht. Vom Fahren war da keine Rede mehr. Ich musste das Gepäck abschnallen und selbst ohne Gepäck war es anstrengend genug, das Fahrrad in der Hitze hochzuschieben. Das Gepäck musste dann aber auch noch hoch. Das war echte Knochenarbeit. Aber das gehört wohl dazu… zu den Impressionen aus Nord-Griechenland.

In Thessaloniki habe ich dann einen guten Freund aus Studienzeiten in Edinburgh wiedergesehen. Wir sind dann gleich mal mit dem Boot eine Runde im Hafen lang gefahren. Es kostet nichts, dafür kostet das Getränk einen echten Obolus.

Aber man hat einen tollen Blick auf die Stadt und auf den Weißen Turm. Ein voller Erfolg und eine der tollen Impressionen aus Nord-Griechenland.

Ich habe die Zeit natürlich genutzt, um mir wieder die tollen Schätze der Stadt anzuschauen, auch wenn ich schon … äh … ich glaube … zum 3. oder 4. Mal hier bin.

Ich habe auch nicht so viel von den Altertümern fotografiert, wie es sich eigentlich gehört. Dafür gibt es ein paar Bilder, die zeigen, dass Thessaloniki nicht nur eine 60er-Jahre hässliche Altbaustadt ist. Das sollte man auf jeden Fall in die Impressionen aus Nord-Griechenland mit integrieren.

In Hafennähe gibt es ein paar echt schöne Cafés und Restaurants.

Und der Kapani Market ist wirklich ein schöner Markt. Man kann hier auch echt gut und relativ günstig Essen.

Wenn es um Impressionen aus Nord-Griechenland darf man den Markt auf keinen Fall links liegen lassen.

Am Abend trifft man sich dann als Jugendlicher am besten an der alten Stadtmauer. Da hat man den besten Überblick über die Stadt. Der Aufstieg kostest zwar ein paar Kalorien, aber die hat man ja vorher schon drauf oder holt sie sich an einem der Gyrosstände wieder zurück.

Blöd nur, dass hier jemand mit meinen Initialen unterwegs ist.

Damit sind wohl die ersten Impressionen und somit die Impressionen aus Nord-Griechenland rum. Die weiteren Berichte um Zentralgriechenland und die Inseln folgen.

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