BerichteGriechenland mit dem Rad (zum zweiten Mal)

Griechenland mit dem Rad (zum zweiten Mal)

Meine bisherige Reise führte mich zuletzt über Montenegro und Albanien und jetzt dann durch Griechenland mit dem Rad.

Wartet mal ab, hier gibt es noch einige interessante Updates. Und alles mit Farbbildern untermauert.

Nach dem Pausetag ging es dann also nach Griechenland. Zunächst ging es mal rauf, um dann gleich wieder runter an einen Fluss zu gehen, der von einer kleinen, recht zusammengehämmert wirkenden Fähre überquert werden musste. Vom Nationalpark habe ich nicht so viel gesehen. Da waren überall Olivenhaine.
Den Fluss überquert ging es dann wieder rauf in die Berge Richtung Grenze. Irgendwann, so 8 km vor der Grenze, muss ich mir den Schlauch aufgeschlitzt haben. Anfangs dachte ich noch, dass ich das mit Aufpumpen schon noch über die Grenze schaffe. Ich wollte nicht in der Mittagshitze anhalten. Das Pumpen wurde aber immer häufiger. Zum Glück bin ich an eine Tankstelle gekommen, die mir Schatten bot.
Nach der Reparatur war es nur noch 2 km bis zur Grenze. Da angekommen, musste ich einen Covid Schnelltest machen. Zum Glück hatte mich die Abenteurerin darauf aufmerksam gemacht, dass ich ein Formular ausfüllen muss. Das hätte ich so komplett vergessen. Es dauerte zwar trotzdem alles etwas, aber mit der guten Vorbereitung bin ich dann strahlend in Griechenland eingereist.

Hier ging es dann über Felder bis zur Fähre nach Korfu. Anfangs dachte ich noch, ich habe ewig Zeit, bis die Fähre fährt. Ich hatte aber nicht die Zeitverschiebung berücksichtigt. Es wurde noch mal etwas stressig. OK, ich hätte auch am nächsten Tag fahren können oder erst 18:00 Uhr. Aber …

Auf Korfu hatte ich dann das erste Mal wieder Internet. Die albanische SIM funktionierte nicht mehr und auf der Deutschen hatte ich kein Guthaben mehr. Ursprünglich wollte ich in die Altstadt von Kerkura. Da gab es aber nur Zimmer für mehr als 70 €. Ich bin dann nach Gouvia, einen recht touristischen Ort. Bisher ist es eher teuer, der Abschnitt ist echt stark befahren und so richtig warm bin ich noch nicht mit der Insel geworden.
Am Abend habe ich dann im Restaurant ein paar Leute kennengelernt. Mit einem bin ich dann noch in eine Bar gezogen. Er musste allerdings schon 11 Uhr abziehen. Auf dem Rückweg habe ich ein englisches Paar getroffen, die die Rockbar gesucht haben. Also habe ich mich ihnen angeschlossen. Nun ja, ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie die Sache weiter lief.

So lief es dann auch am nächsten Tag. Mit Kater und Regen ist da nicht viel passiert, bis ich wieder auf einen der gestrigen Partygänger traf, dann ging alles wieder von vorne los.

Den nächsten Tag hatte ich dann genug von Regen und wollte aufs sonnige Festland. Zunächst ging es aber nach Kerkura. Na ja, nachdem der Regen um war. Und die Stadt ist wirklich sehr schön.

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Ich hatte überlegt, auf Paxos zu fahren. Von Korfu aus geht das leider nur für Fußgänger. Mein Fahrrad konnte anscheinend nicht mitgenommen werden. Daher bin ich dann zunächst zurück nach Igoumenitsa mit der Fähre.
In Igoumenitsa kam dann raus, dass die nächste Fähre erst am nächsten Tag fährt. Damit war der Plan klar. Es ging auf dem Festland weiter. Zunächst musste ich mich aber erst mal stärken. Es war schon nach 12 und ich hatte noch nichts gegessen.

Es ging dann zunächst eine wirklich ruhige Straße rauf, teils parallel zur Schnellstraße. Bei Karteri ging es dann aber auf die E55. Es gibt zum Glück einen breiten Seitenstreifen.
Mein heutiges Ziel war Parga. Auf den Bildern sah es wirklich gut aus. Eine Möglichkeit ging bei Milokokia rechts ab. Das war die kurze und steile Version. Zunächst bin ich dieser gefolgt. Kurz hinter Vryses fing dann aber die Steigung an. Nachdem ich schon nach wenigen hundert Metern ordentlich gejapst hatte, habe ich mich kurzerhand für die längere Strecke an der E55 entlang und hinter Morfi rechts abbiegen entschieden. Die Steigungen waren wesentlich moderater.
In Parga angekommen dachte ich zuerst, dass der Ort zu sehr gehyped ist. Wenn man dann aber ans Meer kommt, weiß man, warum das der Fall ist. Es gibt eine wirklich traumhafte Sicht auf kleine Inseln und einen schicken (natürlich sehr touristischen) Ort.

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Parga ist, wie bereits erwähnt, ein sehr touristischer, aber auch ein wirklich schicker Ort. Von hier ging es dann mit recht moderatem Anstieg wieder in die Berge. Ein Stück ging es dann wieder die E55 entlang, um dann ab in eine sehr ruhige Gegend zu fahren. Das Schöne, es ging gaaanz viel bergab und die Gegend sah dazu noch sehr schön aus. Hier bin ich dann auch auf einen radreisenden Franzosen gestoßen. Er macht eine Rundreise und Griechenland war sein Turn für die Rückreise. Er war hier schon auf dem Rückweg. Sein Rückweg ist also mein Hinweg.
Irgendwann war mir nicht mehr so nach rauf und runter und ich bin die E55 gefahren. Die ist zwar gut ausgebaut und für meine Richtung rauf auf den Berg zweispurig, aber entspannt war es trotzdem nicht. Vor allem gibt es immer wieder ein paar Leute, die meinen, sie müssen aus irgend welchen Gründen hupen. Lasst das bitte. Das ist für mich eher Stress.
Dann ging es ein ordentliches Stück runter bis zu einem langen Strand. Da ich nicht viel gefrühstückt hatte, habe ich Essenspause gemacht. Der Ausblick und die ruhige (Nachsaison-)Atmosphäre haben mich aber vorzeitig anhalten lassen.

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Heute bin ich dann ziemlich genau 3 Monate unterwegs. Zählen wie mal die 1500 km bis Nord- und Ostsee nicht mit. Am 4.7. bin ich gestartet, übrigens am selben Tag, wie schon letztes Jahr. Damals allerdings nach dem ersten Lockdown zum zweiten Mal. Das ist auch der US indipendens day. Und irgendwie wird es auch meiner.
Gleich nach dem Strand ging es mal moderat den Hügel rauf. Irgendwo da beim Kalamaki Beach lief dann auch gleich mal ein Fuchs über die Straße. Leider ist die Reaktionszeit da dann doch länger als dass der Fuchs gewartet hätte.
Kurz darauf wurde es etwas hügeliger. Dafür gab es aber alle 2 Meter ein Bild zu schießen. Ich muss aufhören Fotos zu machen, aber die Motive sind einfach unglaublich. Einige der Steigungen waren aber recht ordentlich.

Als ich dann runter fuhr kam ich irgendwann zum Paralia Kastrosika Strand. Der Norden ist echt einsam und man kann hier bestimmt super sein Zelt für die Nacht aufstellen.
In Preveza heißt es dann, um die Bucht rum (ca. 100 km mehr) oder durch den Tunnel. Letzterer darf aber nicht mit dem Rad befahren werden und das wird wohl überwacht. Früher hatte einen wohl die Tunnelaufsicht mit dem Rad aufgeladen und kostenlos durchgefahren. Das ist heute (zumindest für mich) wohl nicht mehr der Fall. Ich wurde gebeten ein Taxi zu rufen. Zuvor habe ich vorm Tunneleingang gestanden und den Daumen rausgehalten. Es hatte aber 20 Minuten lang niemand Mitleid mit mir. Der erste Taxifahrer wollte 15 €. Das sind für die 2 km echt zu viel. Der Nächste wollte dann 10 €. Das ist wohl aktuell so der Standard. Das hat zumindest auch die Abenteurerin so gesagt und meine Recherche ergeben.

Den Tunnel gemeistert hieß es auf einmal, dass die Straße nach Lefkada gesperrt ist und ich bin blind links den Schildern gefolgt. Das führte mich dann gleich mal auf die neue Autobahn. Und direkt hinter mir fuhr ein Polizeiauto. Nun ja, ich hatte letztes Jahr so meine Erfahrungen mit Autobahn in Griechenland und mit der Polizei im Nacken habe ich mich wieder durch die Absperrung manövriert. Anders kann man das wohl nicht sagen, denn Platz oder Möglichkeit zum Umkehren gab es nicht wirklich.
Es stellte sich dann aber raus, dass es gar kein Problem war, die ursprüngliche Straße zu nehmen. Vor allem ging es dann auch noch ab von der Hauptstraße durch Olivenhaine und am Meer entlang.
Lefkada Stadt fand ich selbst nicht so spannend. Die Meerseite ist eher auf Bootsfahrer ausgerichtet und besteht vorwiegend aus einer Marina. Die Innenstadt ist ganz nett, aber auch sehr touristisch. Das Beste allerdings, es gibt einen Lidl und seit langen habe ich mal wieder ein akzeptables Müsli.
Ich bin noch bis Nydri gefahren, das laut Recherche ganz nette, aber touristisch sein soll. Letzteres stimmt auf jeden Fall. Und auch hier besteht der Großteil der Meerseite aus Marinehafen. Hier fährt aber die Fähre nach Kefalonia ab und ich bin gerade etwas campingfaul.

Am Abend war ich noch im Familia Restaurant essen. Ich mache sonst ungern direkte Werbung, aber das Essen war wirklich fantastisch. Ich hatte gefüllte Scholle mit Krabbenfleisch. Es war ein Traum. Ein Brite neben mir hat vom indischen Essen geschwärmt. Griechisch, indisch in einem Restaurant … wartet ab. Ein Franzose hat von der Tajine (marokkanisch) geschwärmt. Es ist unglaublich, wie vielfältig die hier sind. Und der Humus, den ich dann auch noch probieren durfte, war wirklich ein Gaumengenus. Wenn ihr hier seid, geht Familia sage ich euch.

Das Schöne noch dazu, ich bin zuerst mit den Briten und später mit einem Luxemburger und einem Franzosen ins Gespräch gekommen. Die letzten beiden erinnerten mich ein wenig an Easy Riders. Der Franzose sah echt abgefahren Hippy-Rocker sonst was… Er verdient sein Geld aber mit Fotos und ist vielleicht auch in der Szene berühmt. Aber er hat in der ganzen Welt verteilt Motorräder stehen und ist wohl auch viel unterwegs. Die beiden haben nicht viel über ihre Jobs geredet. Aber das habe ich ja auch nicht und eigentlich ist es ja auch völlig egal. Allein schon, dass ich weiß, dass einer ein Luxemburger und der andere Franzose ist, ist schon zu viel gesagt. Denn was macht es am Ende aus? Wir treffen uns hier und alles, was zählt, ist die Persönlichkeit und Sympathie. Ein Beruf und die Nationalität mach keinen Menschen aus. Ich würde noch Glaube und Gender (Geschlecht) hinzufügen, aber ich will ja auch noch am Boden bleiben.
Ich hatte auf jeden Fall einen wundervollen 3. Monatstag für meine Reise.

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Heute ging es zunächst von Lefkada mit der Fähre nach Kefalonia. Auf der Fähre traf ich zwei Italiener, die mit dem Rad unterwegs waren. Sie waren aber weniger an Gesellschaft interessiert. Ich habe dann noch mit ein paar Leuten (ein paar Britten und zwei deutsche Mädels) über die Insel gesprochen und wo man am besten hingeht. Sie sind aber mit dem Auto unterwegs und unsere Wege haben sich auf der Insel wieder getrennt.
Von Fiskardo ging es dann erst mal rauf. Die Steigung war ganz in Ordnung. Von da oben hat man dann einen echt guten Ausblick. Auf der westlichen Seite gibt es echt schöne Strände, an die man wegen der hohen Klippen oft nur über steile Serpentinenstraßen herankommt. Ich bin weiter nach Sami. Es ging ein schönes Stück bergab und am Ende noch recht flach an der Küste entlang. Auf den ersten Blick war Sami nicht die beste Wahl. Es ist eher eine Hafenstadt mit ein paar Unterkünften und Restaurant. Ursprünglich wollte ich nach Patras weiter mit der Fähre. Dafür ist es eigentlich optimal. Jetzt überlege ich noch nach Zakynthos zu fahren. Die Fähren gehen aber um die Jahreszeit nur noch vom Süden aus. Und da liegten hohe und steile Berge dazwischen. Na mal sehen, wie es weiter geht. Morgen mal ein Moped leihen und alles auskundschaften, so der aktuelle Plan.

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Es war ein Motorradtag geplant. Leider war es vormittags sehr bewölkt und ich habe teile der Insel wahrscheinlich nicht so schön wahrnehmen können wie bei strahlenden Sonnenschein. Ich bin zunächst über bergige Straßen in den Süden gefahren. Man kommt hier durch kleine Dörfer, die noch nicht so touristisch sind. Dafür sehen sie eben auch wie einfache Dörfer aus.
Die Hauptstadt Argostoli fand ich persönlich zu viel für mich. Da bin ich direkt weiter in den Norden. Da wollte ich mir den angeblich schönsten Strand Griechenlands – Mirtos – anschauen. Leider konnte ich das für mich nicht bestätigen, ich habe auf Naxos schon wesentlich schönere Strände entdeckt. Gestern bin ich auch mit dem Rad an Asos vorbeigekommen. Das lag allerdings tief unten am Meer und ich wollte nicht extra runter, um dann alles wieder rauf zu fahren. Mit dem Motorroller war das dann kein Ding mehr. Leider blieb mir auch hier die Schönheit etwas verborgen. Vielleicht habe ich schon wieder zu viel erlebt und gesehen, um einige Einzelheiten zu genießen. Am Ende wollte ich dann noch zum Melissanisee. Der obere Teil ist allerdings abgesperrt und mit dem Boot wollte ich nicht reinfahren. Es war bewölkt und der eigentliche Zauber wäre sehr wahrscheinlich nicht sichtbar gewesen. Ich bin mir sicher, man braucht die Sonne für das ultimative Erlebnis.

In der Nacht hat es dann wie aus Eimern geschüttet und ordentlich gewittert. Letzteres gefühlt im Minutentakt. Als ich aufgestanden bin, hat es immer noch geschüttet. Zum Glück wurde es etwas weniger, als ich aufgebrochen bin. Leider fuhr die Fähre wegen des Unwetters nicht. Also war ich ganz unnötig 6:30 Uhr aufgestanden. Zum Glück konnte ich das Zimmer noch mal eine Nacht verlängern. Zum Zelten ist es echt zu stürmisch und es regnet die ganze Zeit.

Wieder 6:30 Uhr aufgestanden, doch dieses Mal hat es sich gelohnt. Die Fähre fuhr. Auf der Fähre hatte ich die beiden Italiener von der letzten Fähre wiedergetroffen. Sie waren aber wieder eher distanziert. Dafür gab es eine Schweizer Familie mit drei Kindern, die auch mit dem Rad unterwegs waren. Wir haben und wirklich nett unterhalten. Ihr Urlaub war aber schon rum und sie waren fast schon auf dem Weg zurück in die Schweiz mit Fähre und Zug über Italien. Sie hatten mir erzählt, dass sie die extrem regnerische und gewittrige Nacht vor zwei Tagen im Zelt verbracht hatten. Ich war echt baff.

In Patras angekommen, habe ich mich verabschiedet und bin weiter. Bis Rio ging es durch Vororte und neben oder auf der Hauptstraße entlang. Das war alles weniger spannend. Dafür kam ich immer mal wieder dem Meer nahe. Wenn es weniger bewölkt gewesen wäre, hätte man einen super Blick auf die andere Seite gehabt. Allerdings hatte ich versucht, dem aufkommenden Gewitter wegzufahren. Blöd nur, dass das Wetter schneller war als ich. Knapp unter einer Autobahnunterführung durch vielen auch schon die ersten Hagelkörner. Also bin ich zum Schutz unter die Unterführung. Da ging es dann auch schon richtig los mit dem Hagel. War ich froh, dass ich Schutz hatte. Kurz darauf schüttete es dann, was das Zeug hält. Die Unterführung war zu einen reißenden Fluss geworden. Das Wasser lief da ordentlich durch. Hier war es mal von Vorteil, dass der Bordstein sehr hoch war. Als es mal etwas weniger geregnet hatte, habe ich mir eine Unterkunft gesucht. Und das war auch gut so. Es hatte fast den ganzen Rest des Tages gewittert und geregnet.

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Heute Morgen gab es erst mal Müsli mit Schafsyoghurt. Endlich mal ein Yoghurt, der auch nach Schaf schmeckt. Es gibt da recht milde Varianten.
Als ich mich aufgemacht hatte, war es bewölkt. Außerdem hatte ich die ganze Zeit Gegenwind. Das fühlt sich dann an wie die ganze Zeit steil bergauf. Dafür wurde die Straße ab Diakopto ruhiger.
In Krathi hatte ich dann eine Pita und wollte mal recherchieren, wie ich nach Athen komme. Ich wollte wissen, wie so die Gegend vor Athen auf dem normalen Weg über die Bundesstraße 8 ist und ob es besser ist, von Poros die Fähre zu nehmen. Ich wollte sowieso von Korinth nach Argos und dann nach Palea Epidavros. Was hatte ich schon für eine Antwort erwartet?! „No no, there are mountains“. Also gut, dann also Fähre und nicht die 8 entlang.

Von da an ging es fast ausschließlich an Touriorten entlang. Das Schöne, es ging oft direkt an der Küste entlang. Was ich echt lange gesucht habe, war ein Super- oder Minimarkt. Die scheinen alle schon dichtgemacht zu haben. Saison ist wohl rum.
Es hat heute ein paarmal genieselt. So geschüttet wie gestern hat es zum Glück nicht. Irgendwie hatte ich heute aber recht lange nicht so gute Laune. Woran das lag oder was der Auslöser ist, weiß ich gar nicht so recht. Nach der Pita ging es dann schon etwas besser. Hunger kann es aber nicht gewesen sein, ich hatte ja gut gefrühstückt. Na ja, gibt halt solche Tage.
Ich hatte aber auch einige Zujubler heute. Manche konnte ich wegen der Laune nicht ganz so aufnehmen, aber fast am Ende der Tour habe ich noch ein Powergeel von zwei Rennradfahrern geschenkt bekommen. Das ist zwar auch Quatsch. Energie bekommt man auch anders, aber die Geste war echt toll.

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Die Orte hier am Meer in der nördlichen Peloponnes scheinen Liebig austauschbar zu sein. Sie sehen alle so gleich aus.
In einem wurde ich mal wieder von Hundehorden verfolgt, habe aber versucht, ruhig zu bleiben.
Bei Korinth bin ich leider an den Ausgrabungen vorbei gefahren. Ich habe wohl zu sehr geträumt. Ein zurück gab es aber nicht mehr. Die Stadt selbst ist halt eine griechische Stadt. Sicherlich nicht die Hässlichste, aber nichts für mich zum Anhalten.
Kurz hinter Korinth hatte ich mal wieder ein eher unangenehmes Hundeerlebnis. Der Hund war ganz wild und ist dann auch noch hinterm Zaun vorgelaufen und echt wild auf mich los. Zum Glück hat er nicht gebissen. Seit Langem hatte ich mal wieder richtig angst.
Dann ging es rauf auf den Berg, um dann nach Mykene wieder runter zukommen. Bis auf das letzte Stück war es jedoch eine recht gemächliche Steigung. Zum Schluss wurde es aber noch mal ordentlich steil. Die Abfahrt verlief in einem Tal und war wirklich schön. Vor allem gibt es seit Tagen mal wieder strahlenden Sonnenschein und blaue Himmel.
Von Mykene habe ich nur ein Foto gemacht. Die 12 € für ein paar Steine war mir dann doch etwas zu blöd. Ich weiß, ich bin ein Kulturbanause.

Auf dem Weg zum Meer haben mich dann noch ein paarmal Hunderudel gejagt. Ich war echt fertig. Wenn jemand Tipps hat, her damit. In Nafplio (frühere Hauptstadt Griechenlands) angekommen, habe ich erst mal Wäsche gewaschen und geduscht. Als ich los in die Stadt bin, habe ich schon die dunkle Wolkenfront kommen sehen, bin kurz die Wäsche vom Balkon holen gegangen und habe eine Regenjacke geholt. Da ging dann auch schon das Unwetter los. Es hat gestürmt (das ist noch untertrieben), geschüttet und dann gewittert. Die Leute, die ich gefragt habe, meinten, dass sie so was noch nicht erlebt haben.

Die Stadt ist übrigens echt schick.

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Knapp 5122 km und 30675 Höhenmeter sind es dann heute 10.10.2021, die ich in 2021 gemessen und auf der hier dokumentierten Tour gefahren bin.

Als ich los bin, war es noch bewölkt. Die Straße aus der Stadt raus Richtung Epidavros war ganz gut befahren. Der Verkehr war etwas nervig. Vor allem schaffen es die Leute hier immer wieder Staus zu verursachen, die eigentlich unnötig sind. Das fängt mit dem Parken an und hört nicht damit auf, dass keiner kleinbeigeben will.
Später im Inland wurde es dann etwas ruhiger. Daher hatte ich mich dann entschieden, weiter der Schnellstraße zu folgen, statt die Ausweichstraße zu nehmen. Der Anstieg war wirklich OK und nicht zu steil.
Im alten (Ancient) Epidavros habe ich mir dann das antike Theater angeschaut. Ganz so ein Kunstbanause bin ich dann ja auch nicht.
Leider konnte man die versunkene Stadt nicht sehen. Da muss man wohl doch etwas mehr raus aufs Meer.
Für den kommenden Anstieg wollte ich mir dann noch eine Dorade gönnen. Die hat der Koch dann aber zum zweiten Mal getötet. Und der beste Salat der Welt war auch nur ein eher schlechter Darkossalat oder Naxossalat.
Dann ging es erst mal ganz ordentlich steil rauf Richtung Galatas. Es war aber noch lange nicht so steil wie die Berge im Süden Albaniens. Dann ging es wieder bergab, um dann wieder rauf zu gehen. Ihr wisst, worauf ich hinaus will. Insgesamt war der Abschnitt der schönere der Tour. Der Teil von Nafplio ins Landesinnere war mir zu bebaut und das nicht unbedingt schön.

Zum Abschluss ist natürlich auch noch Gegenwind aufgekommen. Galatas selbst ist nichts Besonderes. Von hier geht aber die Fähre nach Poros. Vielleicht hätte ich gleich übersetzen sollen. Morgen soll es auch wieder gewittern. Aber den Katzensprung kann ich auch morgen noch machen. Die Insel selbst soll nichts Besonderes sein. Aber sie eröffnet mir den Weg nach Hydra (soll ganz toll sein, bin mal gespannt) und nach Athen. Letzteres habe ich gewählt, damit ich nicht über die Bundesstraße in die Stadt fahren muss. Vielleicht suche ich mir auch noch eine Insel und fahre von Athen noch mal zum Inselurlaub.

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Von Galatas bin ich heute (12.10.2021) Morgen mit der Fähre auf Poros. Das war keine weite Reise. Auf der Insel habe ich mir erst mal ein Ticket für morgen für die Fahrt nach Hydra besorgt. Kurz darauf hatte ich gesehen, dass andere Fährgesellschaften auch heute noch fahren würden. Also gut, Nichtgeschwindigkeit …

Am 13.10. ging es dann auf Hydra. Das ist eine Insel, auf der keine Fahrzeuge genutzt werden dürfen. Mir wurde sogar verboten mit dem Fahrrad zu fahren. Hier wird mir Maultieren oder per Boot transportiert. Auf die Speed-Ferry (Katamaran) raufzukommen war schon eine Herausforderung. Die Rampe für Fußgänger war ziemlich steil und ohne Hilfe hätte ich das nie geschafft. Viel erwartet hatte ich nicht. Mir wurde in letzter Zeit zu viel versprochen und am Ende war es doch eher enttäuschend. Aber hier hatte ich nicht mit gerechnet. Die Hafenstadt ist wirklich sehr nett und wenn der Tagestourismus weg ist auch angenehm. Ich will nicht wissen, was hier im Hochsommer los ist. Wer aus dem Trubel raus will, geht einfach mal ein Stück Richtung Westen und sucht sich eine ruhige Bucht. Aktuell ist es recht ruhig und wer die Badehose vergessen hat springt einfach so rein, wie einem die Mama ausgeliefert hat. Und weil der Nachmittag ja irgendwie rumgebracht werden muss, wenn man nicht fährt, geht man angeln oder so. Leider hat mir der einzige Fisch, der nach gefühlt Stunden warten und endlos Brot an den Haken nachlegen anbringen, angebissen hat die Schnur durchgerissen. Nun ja, es war trotzdem sehr entspannend. Easy going war dann am Abend angesagt.

Als ich aufgestanden bin, hat es wieder mal geregnet und ab und an gewittert. Die Fähre fuhr trotzdem. Es gab erst mal Frühstück und später noch einen Kaffee am Hafen, um auf die Fähre zu warten. Beim Fahrradeinladen war der Mitarbeiter irgendwie nicht gut drauf und faselte was davon, mein Rad ins Meer zu werfen. Lustig fand ich das nicht. Wenn er es ernst gemeint hat, fand ich das sogar eher ne ordentliche Sauerei.
In Piräus angekommen, habe ich gleich ein Ticket für die Fähre nach Paros am Abend besorgt. Die Zeit habe ich rumbekommen, allerdings hatte es mehrfach ordentlich geschüttet. Bei der Abfahrt nach Paros hat man auch auf eine verregnete Stadt geschaut.

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