BerichteKroatische Adriaküste

Kroatische Adriaküste

Weiter ging es die kroatische Adriaküste entlang. Das erste Stück führte noch durch Slowenien, dann ging es Küste, Berge, Inseln entlang.

Etappen in Kroatien
Etappen in Kroatien

Ich wurde früh von vorbeifahrenden Autos und zwitschernden Vögeln geweckt, habe aber noch ein wenig weiter gedöst.
Es gab dann langsame Auf- und Abstiege Richtung Kroatien. Vor allem bin ich durch zwei nette Tunnel gefahren. Das Beste daran war die kühle Luft.

Irgendwann hätte ich dann fast die Grenze verpasst. Da war mal wieder kein so direktes Schild, um rechtzeitig abzubiegen. An der Grenze bin ich dann zum Glück schnell vorbei gekommen. Die andere Seite sah da wesentlich schlechter aus. Hier war Bettenwechsel und ewig viel Staus, der sich über einige Straßen auf der kroatischen Seite hinwegzog. Für mich ging es direkt hinter der Grenze, dann erst mal recht lange bergauf und das bei besten Hochsommertemperaturen. Es gab aber viele ermunternde Zurufe.
Über den Berg habe ich dann an einem der vielen Stände gehalten und mich überredenlassen, weißen Trüffel zu kaufen. Dafür habe ich gleich noch 2 Öle geschenkt bekommen. Hoffentlich kann ich das alles gebrauchen und schleppe es nicht nur rum.
Kurz darauf habe ich dann in einem Restaurant kurz vor Umag noch schön Spanferkel gegessen. Irgendwie war ich da gerade mal 35 km gefahren, aber in Nichtgeschwindigkeit angekommen. In Umag habe ich kurz nach Apartments geschaut. Das günstigste war 60€. Da wollte ich lieber zelten. Der Zeltplatz wollte allerdings 30€ für einen Platz an der Hauptstraße. Da bin ich weiter gefahren. Nach kurzer Suche habe ich dann ein Zimmer für 2 Nächte in einem netten kleinen Ort bekommen.

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Es gab Frühstück und dann ging es los, immer an der Küste entlang. Ab und an gab es Stücke auf der Schnellstraße. Dafür gab es auch einige schicke Küstenorte. Und ab und an gab es sogar Fahrradwege an der Küste entlang.
Entlang des Limski Fjords ging Schotterpiste durch den Wald. Das gab gut Schatten. Am Ende des Fjords bin ich dann essen gegangen. Es gab gemischte Muscheln mit Miesmuscheln, Dondole und mir eher unbekannten Muscheln. Es war lecker.
Dann kam eine echt gute Abfahrt, allerdings auf der Hauptstraße. Dadurch gab es auch mal wieder Verkehr.
Auf der anderen Seite ging es dann aber gleich mal wieder mit 7 % Steigung rauf. Das war schon ordentlich. Und es gab gut Verkehr. Am Gipfel dann die Erlösung, kleine Nebenstraßen. Es war größtenteils Schotterweg, dafür war es aber sehr schön.
Als Nächstes gab es ein Stück an der Hauptstraße Richtung Povinj.
Da bin ich dann der Strandpromenade gefolgt und habe nach Campingplätzen ausschau gehalten. Etwas südlich von Povinj bin ich dann aber noch mal ins Wasser gesprungen.
Wieder mal mit Schlüpper. Ich wollte nicht erst den Kram auspacken. Ein Stück weiter fing dann der FKK-Strand an. … Hätte ich das vorher gewusst …

Der nächste Campingplatz wollte so um die 35 €. Leider gibt es hier nicht so viel Auswahl und man zahlt genau so viel wie Leute mit großem Zelt und Auto. Ich habe trotzdem erst mal weiter gesucht. Der Nächste war leider voll. Beim darauffolgenden Stand auch, dass er voll ist. Ich war schon fast am Weiterfahren. Zwei mit Camper wurden gerade abgewiesen. Die Frau vom Campingplatz hat sich aber erbarmt und mir einen Platz direkt an der Rezeption angeboten, das für 16 €. Für mein kleines Zelt reicht es vollkommen aus. Und ich hatte das erste Mal WIFI direkt am Campingplatz. Ich habe gleich mal 2 Nächte gebucht.
Zum Abendessen gab es … äh … Nudeln mit weißem Trüffel. Den hatte ich kurz hinter der Grenze recht günstig bekommen. Vielleicht mit eines der ausgefallensten Campingessen, dass man sich vorstellen kann. Ich kann das Handwerk ganz gut, daher ist da auch keine Verschwendung bei rausgekommen.
Später habe ich mich noch auf dem Nachbarcampingplatz (der teure) eingeschlichen, im Supermarkt ein relativ günstiges Bier organisiert und mich zur mittelmäßig guten Livemusik gesetzt.

Die Temperaturen sind gesunken. Es wird nachts um die 19-20 grad. Bin frierend im Hüttenschlafsack aufgewacht. Den habe ich die letzten 2 Wochen fast schon zu viel empfunden.

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Es gab den Aufbruch gen Süden. Die ersten Strecken entlang des Eurovelo 8 waren Schotterpiste. Wenn Autos vorbeikamen, war ich echt gut in ner Staubwolke. Daher habe ich beschlossen, doch lieber die Straße lang zu fahren und den nicht ausgeschilderten Eurovelo rechts oder links oder so liegen gelassen.

In Pula habe ich am römischen Amphitheater dann kurz einen Essenshalt gemacht. Es gab eher unspektakulär Burger. Zum Abschluss gab es noch das angeblich beste Eis von Kroatien. Na ja, mal sehen, das geht schon noch besser. Pula ist ja echt ganz nett, aber für Städte bin ich aktuell nur bedingt zu haben. Die sind mir zu voll. Altstadt und Theater waren aber sehr schön. In die Stadt rein hatte ich aber zwei echt spektakuläre kleine Stücke zu fahren. Einmal gab es eine steile Piste mit sehr grobem Schotter und kurz darauf bin ich durch die Ruinen eines Industriegebiets und musste da das Rad über Schienen schieben.

Nach Pula ging es weiter der Hauptstraße entlang gen Süden. Den südlichsten Punkt habe ich mir erspart. Da sind sowieso alle anderen hingefahren. Das muss ich mit nicht auch antun. Auf der Suche nach nem Zeltplatz wollten sie beim Ersten ca. 35 €, beim Zweiten dann sogar 43 €. Na gut, bin ich zum Ersten zurück, der nächst Gelegene war mir dann zu weit weg. Das ist bisher der teuerste Campingplatz überhaupt. Die letzten 2 Nächte hatte ich ca. 16 € pro Macht bezahlt. Das nächst Teuere war 27€ in Italien. Na ja,… was solls. Man lebt nur einmal.

Lange gesucht, hier gefunden, die GPX Daten des Eurovelo 8 in Kroatien.

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Die ersten ca. 8 km ging es bergauf auf der Landstraße entlang. Dann ging es auf die Schotterpiste. Das war natürlich mal wieder ne ordentliche Staubwolkenaktion mit den vorbeifahrenden Autos. Sonst war die Strecke ganz nett. Der Aufstieg zog sich nur ein wenig. Dann ging es wieder die befestigte Straße entlang. In Krnica habe ich kurz Pause gemacht und ganz gut Calamari gegessen.

Von da an ging es dann weiter über die Berge, gefühlt auch nur bergauf. Bei Most-Raša wäre es ein Umweg gewesen und ca. 80 Höhenmeter mehr als eine alternativ vorgeschlagene Route nach Labin. Ich habe mich für die Alternative entschieden. Am Anfang war das auch echt nett. Es ging zwar etwas beschwerlicher die Schotterstraße entlang, aber es war echt schön, da langzufahren. Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass es in eine Sackgasse ging. Am Ende musste ich ein Stück zurück, dass ich schon gut hochgefahren war und etwas ungünstiger an der gut befahrenen Hauptstraße rauf.

Da es bereits etwas spät war und ich keinen Campingplatz in der Nähe finden konnte, habe ich mich auf die beschwerliche manuelle (Türklingeln) Suche nach einem Zimmer gemacht. Als ich mich schon auf Wildcampen eingestellt hatte, habe ich dann doch eins bekommen. Endlich mal wieder eigene Dusche und Klo ohne anstellen.

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Die Strecke führte heute mit leichten Steigungen und Abfahrten bis zur Vocilići. Ab da ging es dann stetig rauf bis ans Meer. Wahrscheinlich wollte man die Radfahrer extra rauf schicken, um die tollen Ausblicke zu genießen. Ab dem Meer ging es dann stetig runter, von ein paar Steigungen mal abgesehen. In Medveja habe ich am Strand pause gemacht. Die Pause hat sich dann so weit ausgedehnt, dass ich einen Platz auf dem Zeltplatz genommen habe. Heute also wieder mal eher am Motto.

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Wenn ich gestern schon in Nichtgeschwindigkeit unterwegs war, bin ich heute rückwärts in der Zeit gefahren.
Ich habe mir ordentlich Zeit gelassen, um loszufahren. Mich treibt ja nichts.
Zunächst ging es hoch und runter, von einem kleinen Badeort zum nächsten. Leider gab es auch keine nennenswerten Ausblicke. Rijeka hatte ich ja vorher schon gesehen.
Das letzte Stück von Istrien ging dann noch mal ein Stück rauf. Hier hat mich dann ein Motorradreisender in der Fahrt angesprochen und seinen Respekt zum Ausdruck gebracht. Solche kleinen Dinge tun einfach gut.

Nach Rijeka ging es hauptsächlich an einer zweispurigen Straße bergab. Am Hafen im Zentrum angekommen, habe ich das Boothotel gesehen und spontan entschieden, da zu bleiben. Und das nach Unglaublichen … 21 km.
Rijeka ist keine sehr touristische Stadt, hat aber ein paar nette Ecken.

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Als ich aus dem Botel kam, hat mich dunkler Himmel begrüßt. Da dachte ich noch, dass es endlich mal ein weniger warmer Fahrtag wird.

Als Erstes habe ich mich dann schon mal in Rijeka verfahren und musste rausfinden, wie ich wieder zurück auf die richtige Straße komme.

Kurz hinter Rijeka habe ich dann auch schon Blitze gesehen und wurde von ordentlichen Windböen erfasst. Eine, die von hinten kam, hat mich sogar eine leichte Steigung hochgehieft.

In Kraljevica ist das Gewitter dann mit ordentlichem Regen auf mich nieder. Ich konnte gerade noch einen Unterschlupf finden.

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Nachdem gestern die Welt untergegangen war, schien heute wieder die Sonne. Allerdings gab es immer noch gut Wind. Als Erstes gab es auch gleich mal nen ordentlichen Aufstieg. Das sollte sich dann heute auch den ganzen Tag fortsetzen. Einmal habe ich eine Abfahrt verpasst und es ging schön den Berg runter. Das musste ich dann alles wieder rauf. Aber egal, es ging ja eh weiter rauf. Störend dabei war allerdings noch der starke Wind, der viel zu oft von vorne kam und wenn er von der Seite kam, hat er mich fast umgeschmissen oder in Seitenlage versetzt.

Ein wenig verwundert war ich, dass es trotz kleiner und enger Straßen doch recht viel Verkehr gab. Selbst LKWs haben mich da von der Straße gedrängt, weil kein Platz war und die Fahrer einen Radfahrer nicht so leicht akzeptieren. Ich habe bei meiner Recherche sogar festgestellt, dass man als Radfahrer in Kroatien rechtlich sowieso der Dumme ist. Immer schön Platz machen und Ausweichen heißt es hier.

Auf den weiteren Wegen bergauf habe ich dann einige Pferde gesehen. Eins hat sich sogar streicheln lassen. Es wurde fast schon aufdringlich mit seinen Verlangen nach Streicheleinheiten. Kurze Zeit später bin ich dann auf einen Italiener und seine britische Frau/Freundin getroffen. Sie waren mit einem Fiat Panda unterwegs. Auf diesem hatten sie sogar ein Dachzelt. Er hat angehalten, weil er meine Art zu reisen bewundert hat. Die beiden haben mich auch gut ausgefragt. Es war ein wirklich schönes und aufbauendes Gespräch.

Ich bin dann noch eine Weile weiter gefühlt, nur bergauf gefahren. Auf der Suche nach Wasser, Wildcampen hat sich schon abgezeichnet, musste ich etwas suchen. Supermärkte gab es auf absehbare Zeit keine und Brunnen leider auch nirgends. Türklingeln sind nicht üblich, also schreit man wohl, bis der Hund bellt und sich jemand im Haus bewegt. So hat es jedenfalls bei mir irgendwann geklappt.

Dann kamen ein paar Abschnitte mit richtig ordentlichen Steigungen. Ab und an musste ich auch schieben. Nach mehr als 1300 Höhenmetern und viel Gegenwind haben meine Muskeln nicht mehr gewollt. Also habe ich mir ein nettes Plätzchen mit Blick auf die Berge und Meer gesucht.

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Das Packen war gar nicht so einfach. Es hat so gestürmt, dass mir beim Zusammenlegen einmal fast das Zelt weggeflogen wäre. Und das ging eigentlich die ganze Nacht so. Außerdem ist es recht frisch geworden. Ich musste seit Langem mal wieder ein langes Oberteil und vor allem feste Schuhe mit Socken tragen.

Auf dem Weiterweg habe ich dann schon die dicken, dunklen Wolken gesehen. Sieht man hier auf den Fotos nicht, da ich Richtung sonniges Meer fotografiert haben und nicht ins dunkle Inland. Die Entscheidung war dann: Eurovelo und vielleicht Regen, aber sicher kalt oder Küstenstraße mit Sonnenschein, dafür Verkehr. Ich habe mich für Letzteres entschieden. Das gab dann auch mal eine Abfahrt von 820 Höhenmetern, die dann gleich, aber wieder von einem 400 m Aufstieg abgelöst wurde.

Ich weiß nicht, inwieweit es legal ist, auf der D8 zu fahren. Meine kurze Recherche hat nichts ergeben. Aber die Polizei hat nichts gesagt und einige Abschnitte des Eurovelo 8 gehen ja auch an der D8 lang. Es ist natürlich kein sehr entspanntes Fahren, da immer wieder Autos, Motorräder, LKWs und Busse vorbeikommen. Insgesamt fand ich es aber OK. Leider gab es auch hier Abschnitte, an denen der Wind so richtig am Lenker (Vorderrad mit Taschen) gedrückt hat und ich habe mich ein paarmal etwas unsicher gefühlt, vor allem, wenn gerade Autos recht nah an mir vorbeigefahren sind. Insgesamt war es aber ein wunderbares auf und ab.

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Am 25.8. bin ich in Kalobag angekommen. Geplant war ein Tag Pause. Dann kam das Unwetter und ich habe zwei weitere Tage Pause gemacht. Und nun sagt mein bester Freund auch noch, dass er spontan nach Kroatien kommt. Also muss ich noch mal 2 Tage Pause machen. Ich nehme dann den Bus zurück nach Rijeka (Fahrrad und Zeuge bleiben hier) und werde da dann noch mehr Pause machen. Maaaannnn, ich werde faul.

Nach 9 Tagen Pause war es nicht so einfach, wieder aufs Rad zu steigen. Am Ende war ich aber früher als so manch andere Tage auf dem Rad (vor 10 also). Es gab kurz was vom Bäcker und weil Sonntag war und ich wenigstens ein wenig essen dabei haben wollte, war ich noch mal im Supermarkt. Der Verkehr auf der D8 ging eigentlich. Es waren aber mehr Motorradfahrer unterwegs als die letzten Tage.
Nach ein paar Kilometern habe ich dann am Rand eine fahrradfahrende junge Frau mit ihrem 4 Jahre alten Sohn gesehen. Ein Kinderrad war am Hinterrad des Fahrrads befestigt und ein Kindersitz war auf dem Gepäckträger. Mir viel gleich ein, dass ich sie den Tag zuvor vom Bus aus gesehen hatte, als ich aus Richtung Crikvenica kam. Das fand ich da schon recht spannend. Hier waren sie nun. Nach einer kurzen Unterhaltung habe ich mich dann einfach mal zum Zusammenfahren „aufgedrängt“. Endlich mal wieder Begleitung auf der Tour. Nichts gegen Besuch von Freunden, aber mit Gleichgesinnten kann man sich viel besser über die alltäglichen Dinge unterhalten, die einem gerade beschäftigen.
Unterwegs haben wir dann noch eine kurze Pause im Restaurant gemacht. Ich hatte Fischsuppe. Sie war ein wenig dünn, aber trotzdem ganz lecker. Nach ein paar weiteren Aufs und Abs hatte meine Begleitung ihren Zielcampingplatz erreicht. Eigentlich wollte ich heute schon noch ein paar Kilometer mehr schaffen, als es dann aber schon fast 4 war und der Campingplatz ganz nett war, bin ich auch da geblieben. Wir sind dann erstmal ab ins Wasser.

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Ich bin ganz schön früh aufgestanden und es ging dann auch schon 8:30 Uhr los. Ein echter Rekord. Zusammen mit meiner Begleitung sind wir dann Richtung Zadar aufgebrochen. Es gab ein paar Anstiege und echt viel Verkehr. Wir haben zwar kurz den Eurovelo 8 gestreift, sind dann aber doch die direktere Route gefahren. Zwischendurch haben wir uns noch eine Melone gegönnt und etwas Pause gemacht. Alleine ist mir das ja immer zu viel und selten bekommt man kleine Portionen, außer aufgeschnitten und teuer im Supermarkt. Da lag der Gedanke nahe, sich eine Melone zu teilen. Meine Begleitung war echt froh, denn sie hatte den gleichen Gedanken.
Zusammen sind wir dann noch nach Zadar. Wir haben eine kurze Stadtbesichtigung gemacht, sind zur Seepromenade und sind anschließend noch Essen gegangen. Ein wirklich gelungener Tag.

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Am nächsten Morgen habe ich mich dann vorerst verabschiedet. Ich wollte noch mit einer Freundin aus Deutschland Frühstücken, die hier ihre Familie besucht hat. Nachdem ich dann noch ein paar Kleinigkeiten (z. B. endlich mal neue Bremszüge) im Sportgeschäft besorgt hatte und die Gelassenheit des Lebens geschnuppert hatte, habe ich spontan noch eine Nacht in Zadar geplant.

Am Abend war ich zuerst in einer Bar, die mir eine Freundin vorgeschlagen hatte. Der Mai Thai war auf jeden Fall sehr gut und die Atmosphäre grandios. Später bin ich dann noch an einer Rock Bar vorbei gekommen. Hier habe ich dann ein paar Kosovoalbaner kennengelernt und mich richtig gut unterhalten. Die Lebensfreude und gute Laune haben mich echt mitgenommen. Einer der beiden hatte mit seiner serbischen Freundin angegeben. Normalerweise halte ich ja nichts von solcher nationalen Gebärde, aber nach der Geschichte, die hinter deren Eltern liegt, ist das wohl ein großes Ding und darf auch so in die Welt getragen werden.
Am Ende habe ich noch ein paar Tipps für meine Weiterreise bekommen, in denen Verwandte und Bekannte von ihnen involviert sind. Und das ist ja normal ganz gut. Man wird dann normalerweise ganz anders empfangen. Bin schon mal gespannt auf die Weiterreise.

Heute (8.9.2021) ging es gemütlich los. Zuerst gab s eine Pizza Fungi bei Bäcker zum Frühstück. Man kann ja nicht immer Müsli essen. Die meiste Zeit bis Biograd war es für mich eher unentspannt und nicht so aufregend. Es gab echt viel Verkehr und die gab es sind mal wieder echt wie die Irren unterwegs gewesen. Dazu kam noch meine schlechte Laune, weil ich nicht so gut geschlafen hatte. Das ist keine gute Kombi.
Der Eurovelo verläuft hier über die Insel Ugljan. Das wäre für mich heute vielleicht die bessere und entspanntere Variante gewesen.
Aber was solls, vorbei ist vorbei.
Auf dem Weg dann gab es aber echt einige gute Bademöglichkeiten. Zum Mittag habe ich das dann auch für eine Abkühlung genutzt.
Hinter Pirovac ging es dann etwas zwischen die Berge. Auf der Halbinsel soll es sehr schön sein. Ich habe sie aber links … äh … rechts liegen lassen und bin weiter gefahren. Hier gibt es viele Plantagen und einige Feigenbäume, die gerade reife Früchte tragen. Ich will mal sagen, verhungert bin ich nicht.
Kurz vor Vodice bin ich auf eine junge Tramperin getroffen, vom Dialekt her Schwäbin. Wir gaben uns kurz aber sehr schön unterhalten. Sie war auf dem Weg nach Zadar. Es ist schon schön, immer mal, wenn auch manchmal nur kurz, ein kleines Schwätzchen zu halten.

Kurz hinter Vodice hat mir ein junger Autofahrer beim schnellen Vorbeifahren vermutlich aus „Spaß“ den Weg abgeschnitten. Die Aktion fand ich allerdings wenig lustig, weil sie für mich sehr gefährlich war. Ich bin fast im Straßengraben gelandet. Liebe Autofahrer, die Welt besteht nicht nur aus Autos und Straßen sind für alle Verkehrsteilnehmer da. Respektiert doch bitte auch mal die Langsamfahrenden. Im Urlaub sollte man eh nicht so gestresst sein, wie ihr es zum Teil zu sein scheint. DANKE Roman.
Šibenik habe ich auch links liegen lassen. Aber kurz vor Brodarica habe ich spontan entschieden, den Tag auf dem Rad zu beenden. Kurzerhand habe ich ein Apartment gebucht. Es stellte sich dann raus, dass es näher war als erwartet. Leide hatte ich auch noch den falschen Tag gebucht.
Scherzhaft meinte die Vermieterin noch, dass ich ja mit dem Fahrrad fahren könnte. Als ich ihr mein Rad gezeigt habe, war es wohl um sie geschehen. Sie musste lachen und hat erst mal den Selbstgebrannten geholt. Es wurde auch alle wegen meiner Falschbuchung geregelt. Die Vermieter sind Kroaten und leben in München. Spontan wurde ich dann auch noch zum Oktopusessen eingeladen. Mir wurde richtig was aufgetischt, inklusive Salat und Nachtisch. Grüner dalmatischer Paprika sollte übrigens nicht unterschätzt werden. Er hat es in sich.
Jetzt kann ich sagen, dass der letzte Rest meiner schlechten Laune verflogen ist.

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Heute Morgen wurde ich noch herzlich verabschiedet. Es ging zunächst an der Küste lang. Ab Grebaštica ging es dann jedoch bergauf. Ich weiß nicht, ob es wirklich 10 % Steigung war, wie ausgeschildert, aber es war ausreichend. Mehr hätte ich nicht gebraucht. Oben war es dann zum Glück etwas ruhiger und der Eurovelo 8 führte mich auf immer kleinere Straßen und dann auf Schotter. Mit knapp 30 Grad war es zwar heiß, aber die meiste Zeit war es doch ganz schön und abwechslungsreich.


Bei der Abfahrt bin ich auf einen Radreisenden Niederländer getroffen. Wir haben ein kurzes Schwätzchen gehabt und dann sagte er mir, dass es eine Fähre von Trogir nach Split gibt und man sich den Verkehr spart. Leider fuhr die Fähre schon 14:30 Uhr und es war absehbar, dass ich sie knapp verfehlen würde. Trotzdem gab es ein wenig Ansporn und ich habe es versucht. Allerdings gab es doch noch einige Steigungen und 14:30 Uhr hätte ich noch 15 – 20 Minuten bis zur Fähre gebraucht. Also habe ich erst mal eine Pause gemacht.
Die letzten 30 km waren dann wirklich nicht mehr so toll. Es gab recht viel Verkehr und viel Industrie- und Gewerbegebiete. Die Fähre wäre echt toll gewesen. Die nächste fuhr aber erst 19 Uhr. So lange wollte ich dann auch nicht warten.

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Heute ging es mit der Fähre von Split nach Stari Grad auf Hvar. Hier habe ich dann ein paar Fahrradtouristen getroffen, dir mir sehr viele Tipps gegeben haben, die allerdings alle etwas von meiner Route abgewichen sind.
Von Stari Grad aus bin ich der Küste entlang bis Jelsa gefolgt. Es gab eine Fahrradstation mit Pumpe und Werkzeug, an einer Stelle an der ich nie damit gerechnet hätte. Außerdem gab es ein paar gute Bademöglichkeiten, zumeist mit Felsen und Steinstrand, aber sehr nett. In Jelsa habe ich eine späte Mittagspause gemacht. Ich bin ja erst 13 Uhr auf der Insel gelandet und war gegen 14:30 Uhr hier. Und ich wollte mich noch für die Weiterfahrt stärken. Während ich da saß, dachte ich, ich muss mal rausfinden, wohin es die beiden Abenteurer (Mutter mit Kind auf Rad) von vor zwei Tagen geschafft haben. Es stellte dich raus, dass sie noch in Stari Grad waren. Da bin ich kurzerhand wieder umgedreht.

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Zusammen mit den beiden Abenteurern ging es zunächst an der Küste entlang durch ein paar nette, aber touristische Orte (siehe einen Abschnitt weiter oben). Kurz hinter Jelsa ging es dann in die Berge. Es ist schon erstaunlich, was ein paar Wochen auf dem Rad so an Fitness bringt. Irgendwie muss man ja rauf, um die tollen Ausblicke zu genießen. Der Verkehr ist auf der Insel recht OK. Die Landschaft und Ausblicke übers Meer sind ziemlich gut. Am Ende haben wir uns ins Gestrüpp geschlagen und auf engem Raum die Zelte aufgebaut. Leider gab es auch einige Dornen. Daher war das jetzt nicht der beste Wildcampingplatz. Dafür gab es lecker Essen, gekocht im Campinggeschirr, direkt am Meer.

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Die zwei Abenteurer sind echte Frühaufsteher. Sie haben sich mir zugunsten etwas zurückgehalten. Es war trotzdem noch echt früh für mich.
Das erste Stück ging echt nicht so toll, eine steile Schotterpiste entlang. Es war staubig, es war steil, es war … vergessen wir es einfach mal für den Moment.

Dann gab es erst mal Kaffee, während wir auf die Fähre von Sućuraj aufs Festland gewartet haben. Von da ging es entlang der Küste und D8 Richtung Ploće. Ein Hafen, der wohl erst zu Ostzeiten entstanden ist. Hier sind wir nach Trpanj übergesetzt und von da in die Berge. Meine Begleitung hat dann ein Olivenhain entdeckt und wir konnten dem nicht widerstehen, wir mussten hier zelten. Da es noch recht früh war, haben wir die Kochaktion an eine Bucht verlegt. Dafür mussten wir aber dann erst mal steil runter, um später wieder steil rauf zu fahren. Baden und Kochen am Meer hat es aber echt rausgerissen.

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Habe ich gesagt, es war gestern früh? Heute war ich 6 Uhr raus. Aber dafür auch schon vor 22 Uhr im Bett. Es gab ein wenig Müsli und einen Kaffee für mich, … ein Traum die Zwei … . Und die frühe Morgenstimmung im Olivenhain war wirklich toll. Dann ging es mal wieder so richtig den Berg rauf. Hinterm Berg haben uns dann einige Weinfelder zum Bedienen eingeladen. Es ging bergauf und bergab, aber am besten war dann die Schwimm- und Essenspause und in Žuljiana. Vor allem der Weg dahin an der Küste entlang war ein Traum.
Von Žuljana aus gab es wieder einen heftigen Anstieg, aber der Ausblick war echt gut. Für ein weiteres Stück hatte die Strecke noch Charakter, dann wurde es aber eher ein wenig anstrengend und nicht mehr so spannend. Ston war irgendwie kein großes Highlight mehr. Es ist sicher ganz nett, und ich hatte es noch recht schön in Erinnerung, aber es ist auch sehr touristisch. Und meine Begleitung bringt mich da dann doch etwas näher zur Natur. Von Ston ging es dann über die D8 nach Slano. Und das war kein Spaß. Die Autos haben sich teils Rennen gegeben und Abstand ist für viele selbst mit Monaten mit Corona ein Fremdwort und keine Selbstverständlichkeit.

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Gestern Abend hatten wir einen echt schönen Abend im Restaurant am Meer. Den Balkon mit ganz nettem Meerblick haben wir zum Büro erkoren und ein paar Updates und Recherchen betrieben. So Sachen, die man halt mal erledigen muss/will.
Heute Morgen hat sich meine Begleitung verabschiedet. Ich wollte einfach noch ein wenig schlafen. Aber ich wusste schon, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden. Daher fiel mir der Abschied auch nicht so schwer. Am Ende bin ich dann aber doch schon 7:30 Uhr aufgestanden, was für mich immer noch unglaublich früh ist. Es gab Müsli mit Wasser. Milch ist halt schnell schlecht und Wasser geht auch. Und es gab Instantkaffee. Das ist keine Ode an Instantkaffee, aber man gewöhnt sich echt dran und ein echter Cappuccino ist dann schon mal was Besonderes.
Der Weg nach Dubrovnik hat mich an der D8 entlang geführt. Der Eurovelo 8 geht eher in die Berge. Ich war aber zu faul und wollte die Steigungen von teils 20 % nicht mitmachen. Der Verkehr war anfangs OK wurde dann gegen 11 Uhr aber im mehr.
Bei Dubrovnik dachte ich auch, ich kann über die D8 etwas abkürzen, um in die Altstadt zu kommen. Allerdings ging es dann doch ganz gut den Berg rauf. Die Altstadt kannte ich schon und daher bin ich etwas schneller durchgegangen. Trotzdem war es mal wieder eine schöne Erinnerung auch an meinen letzten Besuch

Hier bin ich dann auch wieder auf die Abenteurer gestoßen. Ihr Hinterrad war kaput und sie waren auf der Suche nach einer Lösung. Leider gibt es in Dubrovnik wohl nur einen Fahrradshop und die Vorschläge fand ich eher unseriös. Sie wollten Ihr ein neues Fahrrad andrehen, statt das Hinterrad zu reparieren. Und wir reden hier von 4 Speichen, die ersetzt werden mussten.
Nach kurzer Pause sind wir dann weiter aufgebrochen. Ich habe die Zwei dann, weil meine Euroveloroute es angezeigt hat, über eine Route mit abenteuerlichem Anteil geführt. Kurz vor meinem Ziel haben wir uns verabschiedet. Ich hatte schon die bequeme Variante mit Zimmer gebucht. Die zwei Abenteurer sind da doch noch etwas abenteuerlicher.

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Von Cavtat ging es dann erst mal wieder recht Steil rauf zur D8. Da oben habe ich beim Bäcker halt gemacht. Der Pfannkuchen (Berliner) war viel zu fest. Später habe ich das dann so richtig abbekommen.
Vom Bäcker ging es auf einer Nebenstraße dann zwischen den Bergen auf einer schönen und recht ruhigen Route Richtung Montenegro. Auf dem Weg bin ich wieder dem Backroads Team begegnet, das uns (die zwei Abenteurer) schon zweit Tage zuvor recht freundlich und hilfsbereit entgegengekommen ist. Sie hatte eine Snackbar aufgebaut. Leider war mein Magen nicht wirklich gut drauf. Mir war übel und ich hatte Bauchschmerzen. Das kam sicherlich durch den Pfannkuchen, der in meinem Magen dann aufgegangen ist. Aber ich habe immerhin Wasser aufgefüllt. Hier bin ich dann auch auf zwei weitere Radreisende gestoßen, mit denen ich dann zusammen gefahren bin.
Die Strecke ging dann teils echt ganz steil die Berge rauf. Das war schon eine gute Herausforderung. Aber die Gegend ist schon recht schön. An der Grenze (Seite Montenegro) wurden wir dann erst mal aufgehalten. Die Beamten waren doch eher gemütlich und etwas chaotisch drauf. Dafür hatten wir ein wenig Zeit, mit den Backroad-Reisenden zu reden. Die zwei Autos, die meinten, dass sie an uns vorbeifahren müssen und der eine von ihnen, der meinte, gleich weiterfahren zu müssen, wurden heftig von den Grenzpolizisten zurückgepfiffen. Ich will nicht wissen, was die danach noch durchmachen mussten für ihre Aktion.

In Montenegro, in Igalo bin ich wieder auf die Abenteurer gestoßen. Es waren noch mehr Speichen gebrochen und es gab immer noch keine Lösung. Der einzige Bike Shop hatte auch wieder nichts zur Reparatur. Mit meinen neuen Bekanntschaften und meinen treuen Abenteurern haben wir uns erst mal in ein Café gesetzt. Da es schon spät war, habe ich dann ein paar Kilometer weiter ein Apartment für nur 20 € genommen. Ich bin fast in der Nichtgeschwindigkeit und es tut sehr gut

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Jetzt geht es dann also weiter in Montenegro und Albanien.

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