BerichteItalienische Ostküste bis Slowenien

Italienische Ostküste bis Slowenien

Nach einer Woche Erholung in der Toskana (in Arsicci) bin ich wieder aufs Rad gestiegen. Es ging über die Berge nach Rimini ans Meer. Von da an ging es die Küste entlang nach Slowenien. Zumeist bin ich den Eurovelo 8 (Mittelmeerradweg) gefolgt.

Der Weg Richtung Rimini ging erst mal bergab. Ich konnte also rollen lassen. Dann ging es allerdings gefühlt endlos bergauf. Zum Glück war es meistens nicht zu steil. Damit ging es schon. Außerdem gab es immer wieder gute Zurufe. Das motiviert vor allem bei den jetzt schon wirklich tiefsommerlichen Temperaturen. Bei und in Balze bin ich dann auf massenweise Rennradfahrer gestoßen. Es scheint wohl ein beliebtes Ziel zu sein.
Das letzte Stück (ca. 20 km) war dann eher unspektakulär, immer am Fluss entlang, dafür mit viel Gegenwind. Bei Rimini (ich war in Rivabela) war es, wie zu erwarten sehr voll.

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Es ging entlang endloser Hotelstädte gen Norden. Ein Highlight war die Fahrt durch den Wald, und wenn es nur für den Schatten und die guten Gerüche war. Erst war es etwas anstrengend wegen der Piniennadeln am Boden, dann wurde es aber besser.

Das letzte Stück ging dann auf der Bundesstraße entlang und war eher ermüdend. Ich hatte auch kaum Pausen gemacht und bei der Hitze und Entfernung war das mal wieder nicht so eine gute Idee.
Bin dann zum Campingplatz. Zimmer sind aktuell viel zu teuer und oft nicht unter 4 Tagen zu mieten.
Auf dem Campingplatz habe ich einen Italiener angesprochen, der auch mit dem Rad unterwegs ist. Leider war die Reaktion eher nicht wie erwartet: „What is the problem?“. Mit dem Gesicht, das er aufgezogen hatte, wusste ich auch schon, wie die Konversation verlaufen wird. Aber es scheint nicht jeder Radreisende an Unterhaltung interessiert.

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Der erste Teil der Strecke war ganz ok und ging über Landstraßen. Die letzten 30 km ging es aber wieder an der Bundesstraße entlang, was wieder eher unangenehm war.
Im Decathlon habe ich dann die Radhose umgetauscht. Leider ist die Qualität oft halt doch nicht so, wie man es braucht. Ich hatte sie erst 2-mal getragen. Hier hatte ich auch festgestellt, dass ich in keinem anderen Land in so vielen Decathlons war wie in Italien.
Der Campingplatz war OK, hatte aber keinen offenen Platz. Dadurch war die Möglichkeit für Kontakte nicht gut. Ich habe allerdings statt vorher 27 € jetzt nur knapp über 20 € bezahlt.

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In Chioggia, wenige Fahrminuten vom Campingplatz, wurde ich erst mal von der Masse an Menschen überrascht, die mit der Fähre fahren wollten. Nachdem mir zunächst erklärt wurde, dass es keine Plätze für Fahrräder mehr frei sind, habe ich dann doch noch einen Platz für die 2 Stunden spätere Fähre bekommen. Also musste ich erst mal in ein Café und habe gefrühstückt und später noch einen Aperol Spritz getrunken. Irgendwie musste die Zeit ja rumgehen.
Es ging prinzipiell über drei Fähretappen nach Venedig. Die Fähre ist immer zur nächsten Insel gefahren, wo man dann mit dem Rad zum nächsten Fährtort fährt. Fußgänger werden hier mit dem Bus transportiert.

Auf der vorletzten Fähre sagte man mir dann, dass ich mit dem Rad nicht nach Venedig komme. An der letzten Station hat man mir das dann auch noch mal bestätigt.
Was ich erst viel später in Slowenien von Radreisenden erfahren habe, war, dass ich zum Bahnhof fahren hätte können und da irgendwo eine Fahrradbox für 10 € hätte anmieten können, wo sogar noch Taschen reingepasst hätten. Das wäre eine Lösung gewesen. So bin ich dann weiter gefahren und habe Venedig nicht besucht. Es soll allerdings auch echt voll gewesen sein.

Am Ende habe ich dann, nachdem ich vom 5-Sterne Campingplatz abgewiesen wurde und der nächste mir etwas zu teuer war, einen echt günstigen Platz gefunden. Hier bin ich dann auch gleich mal 3 Nächte geblieben. Die 2. Nacht hatte ich verlängert, als ich schon gepackt hatte. Der Preis war aber in der Hauptsaison unschlagbar (16,50 €). Die 3. Nacht habe ich zwangsweise gemacht, weil ich vorher mit den Campingnachbarn ein wenig zu viel ins Glas geschaut habe.

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Auf dem Weg zum Eurovelo 8 bin ich dann immer wieder Abkürzungen gefahren, da der Eurovelo ständig hin und her ging. Leider war das nicht immer sehr praktisch und ich habe den Eurovelo manchmal gefunden und oft wieder verloren. Eine vernünftige App für Android oder die echten GPS-Daten habe ich bisher nicht gefunden.

Da ich mal wieder in eine Festunterkunft wollte, bin ich bis Monfalcone gefahren. Es war mal wieder ein echt heißer Tag und trotz eines Schals aus kühlendem Material war es ab und an echt anstrengend.
Monfalcone hat eine nette kleine Innenstadt, die aber wenig beruhigt ist. Sonst ist die Stadt eher langweilig und sehr industriell (Schiffbau).

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Aus dem Bett zu kommen war ne echte Qual. Ich habe echt ne stunde gebraucht, um aus dem Zimmer zu kommen. Und ich hatte noch nicht alles vollkommen gepackt. Es gibt wohl auch solche Tage.
Die erste Strecke zwar etwas nervig an der Schnellstraße entlang, aber insgesamt ging es. Kurz vor Triest wurde es allerdings enger und ich wollte nicht zu dicht an den parkenden Autos vorbeifahren. Da gingen doch immer mal wieder die Türen auf. Da die Autos oder gar der eine Flixbus mit keinen 50 cm Abstand an mir vorbei gezogen sind, brauchte ich den Abstand zur anderen Seite.
Triest habe ich eher links liegen lassen. Ich bin zwar etwas durch die Innenstadt gefahren, aber so richtig hat mich das Ganze nicht begeistert. Ich habe wohl schon zu viel gesehen. Dafür gab es einige gute Anstiege.
Nach Slowenien rein habe ich kurz den Eurovelo verloren und bin an der Grenze eher wild an Absperrungen vorbei. Aber direkt hinter der Grenze habe ich ihn dann wieder gefunden. Und das war dann endlich mal wieder richtiger Radweg.

Es ging zwar ein paarmal hoch, aber was solls. Das letzte Stück bis Izola war ein Traum. In Koper wollte ich kurz noch im Hotel nach einem Zimmer fragen. Da hat sich aber ein Sachse direkt mal vorgedrängelt. Habe mich kurz geärgert und bin dann weiter. Und auf dem Weg nach Izola musste ich dann kurz mal anhalten und ins Meer springen. Da genug Leute da waren, dann doch in Unterhose und nicht nackt.

In Izola bin ich dann zum ersten Campingplatz. Zunächst hieß es, dass alles voll war. Dann bin ich aber später noch mal vorbei gekommen und siehe da, ein Platz für ein Zelt ohne Auto war doch noch da. Und das zum Freundschaftspreis von 10 €.

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Der nächste Teil durch Kroatien ist in einem anderen Post beschrieben.

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